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Insel Genovesa

Sie ist die nördlichste Insel im Archipel, die von Touristen besucht werden darf. Der flache Gipfel eines toten Schildvulkans ragt 76 m über das Meer, in der Caldera befindet sich ein kleiner Salzsee. An den Hängen der Insel stehen Balsambäume, Feigenkakteen, Lavakakteen, rote Mangroven und Salzbüsche.

Genovesa ist das große Paradies der Bindenfregattvögel. Auf den Galapagos-Inseln leben zwei Arten: Prachtfregattvögel (auf Seymour und San Christobal) und Bindenfregattvögel (auf Genovesa). Über der Insel ist der Himmel übervoll mit den schwarzen Silhouetten. Und wenn die Balz im Januar beginnt, bietet sich dem Besucher an Land ein unbeschreibliches Farbspektakel: Wie rote Luftballone leuchten die aufgeblasenen Kehlsäcke der Männchen im grünen Geäst der Salzbüsche. Die Weibchen tragen eine leuchtendweiße Brustkrause. Sobald so eine weiße Brust über den sehnsüchtig wartenden Männchen auftaucht, reißen diese ihre Köpfe nach oben, blasen die werbenden Säcke noch größer auf, beginnen ihr aufgeregtes Balzgeschrei das von nervösen Flügelschlagen und Schnabelklappern lautstark begleitet wird.

Ein zweites einzigartiges Schauspiel lässt sich am blauen Himmel beobachten: Nach tollkühnen Sturzflügen fangen die Fregattvögel fliegende Fische direkt über dem Wasser und jagen anderen die Beute ab.

Ohne Zweifel werden die Fregattvögel auf Genovesa zur Hauptattraktion für jeden Besucher, aber dort treffen sie auch auf Rotfußtölpel, Krabbenreiher, Gabelschwanzmöwen, Meeresechsen, Seelöwen, Wellenläufer, Tropikvögel, Spottdrosseln, Galapagostauben, Maskentölpel und Sumpfohreulen.