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Insel Santiago

Mit 585 qkm gehört Santiago zu den großen Inseln des Archipels. Zeitweise war sie auch von Menschen bewohnt. Die Bucanero Cove im Nordwesten war von 17. bis zum 19. Jahrhundert ein verhältnismäßig sicheres Versteck für Piraten, die dort alle lebensnotwendigen Versorgungsmöglichkeiten vorfanden: Süßwasser – die Quelle ist heute versiegt – Feuerholz und Frischfleisch in Form von Riesenschildkröten.

Santiago wird von einem über 900 m hohen Vulkankegel gekrönt und hat vorwiegend schwarze Strände. Der bekannteste ist Puerto Egas in der James Bay im Westen der Insel. Besonders interessant ist dort die etwa 1000 m lange Strandwanderung bei Ebbe. Überall in der Lava entstehen dann kleine Gezeitentümpel, in denen sich auch für Nichttaucher faszinierende Blicke in die vielfältige und farbenprächtige Unterwasserwelt auftun.

Auf den Lavainseln zwischen den Tümpeln liegen Seelöwen in der Sonne, Austernfischer mit ihrem leuchtendroten Schnabel und den ebenso roten Augenringen im tiefschwarzen Kopf suchen nach Schnecken, Krabben und – natürlich – nach Austern. Rote Klippenkrabben weiden Algen und Meersalat von den Steinen ab. Und schließlich am Umkehrpunkt des Wanderweges sehen die Besucher Galapagos-Seebären in einer Grotte schwimmen und spielen.